No. 01 


Stechender Schmerz, der bis zur Leere vollgefüllt.
Wie gnadenlos doch die Zeit vergeht
- spielend

Salzige Lippen nur sehnsuchtsvoll zu den Sternen beben.
Deren zitternde Melodien letztlich nur Gebete
 -aus dem Schweigen, in die Stille.

Schweifend über dem Lichtermeer, in dunkler Ahnung,
liegt meiner tiefen Unruhe Sehnsucht.
Eine Blume, strahlend erblüht auf der Asche
der Gescheiterten 
 -im Augenblick der Ewigkeit.

Schöne Naivität, die der Verführung des Schmerzes nicht
 
zu entrinnen weiß. 
Wie unbekümmert sie im Angesicht des Mondes tanzt 
-alleine

Wessen weicher Gang geschmeidig zarter Schritte ist es,
dem ich folge?

Welche vertraute Stimme ist es, deren bittersüßen Nachgeschmack ich gänzlich bin verfallen? 

Ist des Feuers göttlicher Funke, so oft belacht, nun ganz gewichen?

Soll ich verschmachtend, der tiefsten Hingabe nicht würdig, jämmerlich in mir vergehen?

Hätte die Totgeburt des Intellekts der zeitlosen Dauer Vergänglichkeit erbarmt? 

Doch.. sehe ich in der Ferne etwa, kraftlos zappelnd, einen Schatten hauchen, der gar ein Flämmchen zu verkünden gedenkt?


 

Juni 2010  - Copyright irgendwie.anders

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