Ausgekramt ist genau das richtige Wort, denn diese Geschichte hatte ich seit 4 oder 5 Jahren nicht mehr in den Fingern. Als ich sie vor Kurzem gelesen habe, habe ich mich köstlich amüsiert und will das anderen nicht vorenthalten. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich sagen, dass das Ganze unter Drogeneinfluss zu Stande kam...
 
 
Der Arbeitstitel der Geschichte hört auf den Namen "Die Vendetta der Juliette Faust" und ist eine Art abartiger, durchgeknallter Fantasy-Wirr-Warr.
Alles dreht sich um das Mädel Juliette, welche einen Profikiller begleitet. Der wird jedoch gefasst, hingerichtet und sie gerät über ein mehr als lasch durchgeführtes Schnell-Adoptionsverfahren an ein Hexen-Schwestern-Trio, bei dem sie als Mädchen für alles aushelfen muss. Nach zwei Jahren hat sie die Schnauze voll und plant mit den befreundeten Koboldknechten im Haushalt den Ausbruch. Als die Walpurgisnacht anbricht schmuggelt Juliette Silberstaub ins Haus und stiftet unter den Gästen einen Tumult, in welchem sie das Weite sucht. Sie wird jedoch von einem Vampir kurzzeitig aufgehalten und gebissen, wodurch sie als sein Eingentum gebranntmarkt ist.
Juliette ist stinksauer, hat jedoch einen Racheplan: Für ihr ganzes verkorkstes Leben inklusive Vampirbiss will sie Gott gehörig in den Hintern treten. Was liegt da also näher, als sich mit dem Teufel einzulassen?
 
Sollte sich das schon dem normalen Verstand entziehen, möchte hier gesagt sein, dass es sich geschrieben noch spektakulärer anhört. Zum Bleistift bemuttert Juliette bei den Hexen ein sentimentales Skelett mit Gedächtnisschwund, hält später Luzifer höchstpersönlich an der kurzen Leine, führt Dutzende von Dämen an der Nase rum und deckt die Korruption unter den Engeln auf. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund taucht in der Geschichte sehr oft Alkohol in verschiedensten Varianten auf.